#SHITCOLOGNE – Das letzte Mal.

Bevor die Welt endgültig, endlich untergeht ist noch ein letztes Mal #SHITCOLOGNE.
Wieder im Kunstraum Tiefgarage am Kölner Ebertplatz, dem wohl fortschrittlichsten und realsten Platz in dieser unwirklichen Republik.
Wieder als literarisches Langzeitexperiment, 62 Stunden konzentriertes Vergessen, persönlich und vertraulich.
Wieder mit freien Radikalen, progressiven Pennern und im Zeichen der Russisch-Amerikanischen-Freundschaft. Freitag, 11. März 20:00 Uhr bis Montag, 14. März 12:00 Uhr, High Nun.
Shicologne16

 

Wissen wollen, wie es wirklich ist.

Der Schriftsteller Johannes Thies geht in seinen Werken 1-2 Schritte zurück, um vorne dran zu bleiben.
Die Jetztzeitigkeit schonungslos beschreibend, weil er wissen will wie es wirklich ist.
„Loslassen und liebend bleiben.“ Texte, die erklären.

Er versteht sich nicht, als Teil des Non-Verteilers, einem Think Tank der digitalen Demenz oder einer Galerie für Hirnkultur.

(Bobbi Fleisch, Hamburg)

Public Enemy No. 1

Bildschirmfoto 2015-01-09 um 08.13.24Alles, was hierzu gesagt werden könnte, steht bereits in damals erschienenen Büchern. So man sie denn richtig versteht. Ich bin nicht ganz und gar unglücklich über den Terroranschlag auf Paris, welche nächtlichen Schreckensstunden er nun auch heraufbeschwören mag. Apokalyptische Tage wie diese wecken mich auch in anderer Hinsicht auf.
Als der erste Sturm über das Haus hinwegzog, wurde auch ich über Stunden hinweg in den bläulich schimmernden Bann des neuzeitlichen Terrors hineingezogen. Dabei erfuhr ich erst gut 24 Stunden nach der Exekution der Charlie Hebdo Redaktion von der Geschichte, indirekt, über seltsam anmutenden Kommentare, Analysen und Meta-Information. Erst daraufhin klickte ich mich in die Welt der Oberflächennachricht und Live-Ticker, aus der ich für den Rest des Tages nur unter größter Anstrengung wieder herausfand.

Es gibt unendlich viel zu sagen, über diesen Akt, seine Hintergründe und inneren Zusammenhänge, seine unmittelbaren und weitreichenden Auswirkungen. (Nur in den Kommentaren unter dem hauptsächlichen Video auf Youtube tauchen die Verschwörungstheoretiker auf, die an dieser Stelle kaum fehlen dürfen.)
Genau diese Tatsache macht den Terror metamodern so wertvoll, dass es nämlich so unendlich viel darüber zu sagen und zu schreiben gibt, Twitter und Instagram explodieren am Tag nach der Tat, der Hashtag läuft um die Welt während Parteien aller Lager Positionspapiere verabschieden.
Der Meute scheint der Fraß zu schmecken.

Die Metamoderne liebt den Terror, so will es zumindest meinem isolierten Hirn erscheinen. Er geilt sie auf, kitzelt ihre Phantasie, füllt sie mit Aufregung und plötzlicher Bedeutung. 88.000 Polizisten jagen zwei vermeintlich eiskaltblütige Killer, Millionen von Usern jagen Information, Konfusion, Hysterie. Willkommen zur totalen Show, schreibt der alte Fuchs.
Schon jetzt wird der Überfall auf die satirische Redaktion als ein französischer 11. September tituliert, die Geschichtsschreibung in die Zeit vor und nach dem 7. Januar unterschieden. Und wo warst Du, als Du von Charlie Hebdo gehört hast? Zum ersten mal in Deinem Leben, wenn ich mich nicht irre.
If you can’t bring good news, don’t bring any, singt Bob Dylan. Und wie hätten die Zeichner von Charlie Hebdo die ganze Sache wohl karrikiert, frage ich mich bald. Darf man denn Witze darüber machen, sollte man nicht sogar?! Die deutsche Bundeskanzlerin sichert spontan allen Glaubensrichtungen ihren Schutz zu, sogar denen, die an nichts mehr glauben.

Vom 11. September, so viel wird man sagen dürfen, weiß man nur, dass man die ganze Geschichte niemals wirklich wissen wird. (Auch dort wurden im übrigen recht zügig Ausweispapiere der Attentäter in den Trümmern aufgefunden.) Sollte es sich mit dem 7. Januar und dem Angriff auf die freie Meinungsäußerung dann ähnlich verhalten?
Eines kann man, zusammen mit allem anderen Gesagten, auf jeden Fall jetzt schon sagen: aus terroristischer Perspektive war der Akt von Paris ein wahres Meisterwerk. Präziser hätte man das Öl nicht ins Feuer injizieren, effektiver den Flächenbrand der Hysterie kaum entfachen können.
Der 11. September erscheint in seiner übertriebenen Zerstörungswut und seinen Tausenden von Kollateralopfern fast stümperhaft dagegen.
Ich habe nicht vor, in die Welt der Verschwörung abzutauchen, doch die einzige, weil beste Antwort auf den Terror (der jetzt übrigens erst beginnt) ist wohl immer noch der eiskaltblütige Kopf des Killers. Am meisten Angst habe ich nämlich meistens vor der Angst.

Die Chimäre der Information, don’t believe the hype, nothing is real, it’s a sequel.
Ein Vorteil der lächerlich schnellen Metamoderne ist die Möglichkeit, sich ebenso schnell von ihr zu trennen. Bliev ruhig un mach voran, wie der Kölner weiß.

(Dass ich mich am Ende dieser Nacht doch wirklich noch zu der Sache habe äußern müssen. Dabei besteht die höchste Kunst doch seit Urzeiten schon darin, eben nicht einzugreifen, metamodern die Fresse zu halten.)

MAX BIER – METAÆTHER BLACK

Bildschirmfoto 2014-07-25 um 11.09.04So weit ist es also nun gekommen. Der spontane Selbstverlag aus Hoffnungsthal, Germany präsentiert MAX BIER, die Antwort auf die schlimmste aller Ängste.

Zum Kauf angeboten wird METAÆTHER BLACK, sein erster Text überhaupt und damit auch das Neueste, was im Bereich der Non-Literatur existiert.

METAÆTHER BLACK ist nicht im freien Handel erhältlich und kann ausschließlich über den spontanen Selbstverlag bezogen werden. Sichern Sie sich noch heute eines dieser wirklich außergewöhnlichen Dokumente.

METAÆTHER BLACK, 20 Seiten, schwarz-weiß, getackert.
Preis auf Anfrage.

Weltméta 2non14

Bildschirmfoto 2014-07-15 um 18.45.30Es ist nun weiß Gott genug geschrieben worden zu dieser Weltmétaschaft und am Ende des Texts sind wir noch lange nicht. Daher hatte ich bis heute morgen keine Absicht, diese Kakophonie ausgerechnet noch um meine Meinung verstärken zu müssen.
Bis mich ein Memo aus dem entfernten Kabul erreichte, „wo die auch schauen“, und sich ausdrücklich nach meinen, „wahrscheinlich hipsteresk ambivalenten Gedanken“ erkundigte. Nun denn, mit Ambivalenz kann ich noch immer dienen.
Weiterlesen →

the temporary 3-minute-life or lost and found

IMG_2527so etwas wie eine Re-Vision von Information – Buch Eins.  Von Falko Lehmann aus Berlin (Rimmberg)

Was ist geblieben? Ich weiß es nicht. Zuerst zwei Zahlen: 99 und 1; dann ein Gefühl, eine Mischung aus Eifersucht, Anmerkung und Dankbarkeit und zu guter letzt etwas für das es keine Worte gibt; eine Art Leere. Um meine Gedanken zu verstehen, ist es, so glaube ich, unabdingbar, zu verstehen wer ich jetzt bin. Weiterlesen →

Rösrath City Blues

Die schwarze Seele kehrt zurück, über die Pleiaden, Subaru over Cologne,
Mittelmountain High, ab und zu darf ich das,
hältst Du es denn aus, andauernd nur mit Besseren zu üben,
sind Hipster die neuen Nazis, oder schmeichelt es Dir nur, zitiert zu werden,
der Galerist und der Fuchs und die ganzen anderen Angstjungen, Ihr braucht Euch doch,
immer dieses Jetztzeitige,
wenn sie nicht wissen wer Du bist, dann wissen sie auch nicht was du machst,
Vertrauen in die Zukunft, dafür bin ich nun realistisch genug,
kommen wir auf den Hund, kommen wir auch über den Schwanzmann,
sämtliche Dramen und Absurditäten, zurück zu Camus,
und irgendwie steigen wir ja doch so langsam auf, nichts verlernt auch nix gelernt,
da steckst Du den Kopf einmal raus, Eis Thies, und schon kommt die Guillotine,
den falschen Göttern gehuldigt,
darüber in in die Füllerdepression gekippt, suckers never play me,
kämpfen und spielen, wie soll das zusammengehen,
eines nach dem anderen, schließlichement gewinnt immer der Spießer,
nein, die Körpersprache ist nicht eindeutig, Du zuckst vor und ziehst zurück,
das verunsichert mich, uns, die anderen auch,  jetzt machst Du mal eine Pause in der
Mitte der Woche,
ja die Muse küsst Dich doch gleich wieder, Du wirst gut aufgehoben sein im
Altersheim des Tao,
wenns steiler wird, dann kommt man nur mit Pausen voran,
und das ist keine schwule Scheiße, you hit the hammer, ein deutsches Geschäft,
sie verlangen nach Zeit und Form, wer hat Dir diesen synkretischen Quatsch verzapft,
das setzt Dir ordentlich zu, mach ruhig weiter so,
stop everything & freak out!

(Zum Tagesausklang hören wir Noon, die Hymne des Non, leise schimmerndes Yin &
Yang, gerade wenn sich das Jetzt kitschig anhören mag, Betonung und Taktgefühl,
Betörung und Zufall)

Weltméta 2non14

Bildschirmfoto 2014-07-15 um 18.45.30Es ist nun weiß Gott genug geschrieben worden zu dieser Weltmétaschaft und am Ende des Texts sind wir noch lange nicht. Daher hatte ich bis heute morgen keine Absicht, diese Kakophonie ausgerechnet noch um meine Meinung verstärken zu müssen.
Bis mich ein Memo aus dem entfernten Kabul erreichte, „wo die auch schauen“, und sich ausdrücklich nach meinen, „wahrscheinlich hipsteresk ambivalenten Gedanken“ erkundigte. Nun denn, mit Ambivalenz kann ich noch immer dienen.
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Was ist geblieben? Ich weiß es nicht. Zuerst zwei Zahlen: 99 und 1; dann ein Gefühl, eine Mischung aus Eifersucht, Anmerkung und Dankbarkeit und zu guter letzt etwas für das es keine Worte gibt; eine Art Leere. Um meine Gedanken zu verstehen, ist es, so glaube ich, unabdingbar, zu verstehen wer ich jetzt bin. Weiterlesen →