United Nations Day

Close to high noon in Dab City U.S.A.
Still seeking shade from the Rocky Mountain sun, still at the base of the All-American flagpost, still in the very center front of Union Station, still turned all upside down everything. The same old Union Station, or is it, all new and shiny, where I last got off from the the California Zephyr, some five years to the date, the year before they went all recreational in the state of Colorado.
In the state of today, there’s Ten Thousand People coming in here every month, the Steve Jobs lookalikes will keep telling you on the all new busses turning into the all new bus stations, not even counting The Hobos. But that’s only what I didn’t say.
And all of this is happening just because of the weed, I asked the Steve Jobs lookalike, who said he had taken a class on the roots of all this cannabusiness, but I couldn’t tell if he had figured it out or if it just had gotten him  more confused. Nobody can tell, not even me, better to curb my attitude before it even starts building up. Weiterlesen →

Modern Day Tom Sawyer

61’ Hi Freaks, says the modern day Tom Sawyer. He knows the panic rooms to their shitshow, he’s been all over them high country airports.
What he still doesn’t know is what’s really cooking out there at Denver International, halfway into Kansas. 
Do they just pad it down on Peña Boulevard, do they simply think otherwise, do they talk in code, like all the way on Arizona Two Six Four?
What he doesn’t know still is which type of pretzel logic they fancy, building museums of their own breed, where obscurity goes up on trial. They is a strong word in just any conspiratorial stance, the strongest one in all the facts behind the facts. They, with all the dark powers on their invisible hands. Building a showroom of theyr very own device is such a smart move on behalf of the secretive society, visitors are welcome indeed. It is at the same time the cut-throat argument of any deluded moron dealing in alternative truth, because he can always argue that THEY just did that, build that exact showroom, to hide THEYR true intentions and underhanded agendas. Weiterlesen →

Transfiguration Associates (2011)

RIPPLES RUN ACROSS THE PUDDLES, as I am walking down Flushing Avenue in Brookland, Tuesday after my brief excursion to Philly. I’ve sassily occupied the couch at Metropolitan House, expert at irreverent self-invitation that I’ve become. Also, there was no other way, so I had to ask, it’s the best way, a thief asking thieves on a hangover afternoon, all out front.
Da, said Macha when I called her on the telephone later on, but then she was half asleep, toasting her bread in the pan in a living room without windows. This splendid creamy state of a transient mind. She only speaks Russian in her dreams and thought it was her father calling. Which might be true after all, at half my age it’s scary to witness how much she knows. Eventually, I hope, she’s the last of the news sisters in this global village of fine lines and close misses.
In New York, you can walk the streets all day, as Allen Ginsberg said, but it will turn night before you start crying. “Or dat you zee da soul of da hauzes”, as the Belgian Kid would put it in her unmistakable chopped accent.
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All Hail The President

“This generation may be the one that will face Armageddon.”
– Ronald Reagan, 1985

Wie lange dauert eine Generation noch mal genau? 30 Jahre, oder? Ist unser Armageddon also schon vorbei, oder steht es kurz bevor? Wer weiß das schon, wo doch niemand mehr irgendwas wirklich weiß. Im weißen Haus, da hockt bald einer, dem in guten wie schlechten Momenten so gut wie alles zuzutrauen ist. Weiterlesen →

Western Video Market (2016)

Ausnahmsweise sind die Jungs mal etwas nervös. Das kommt ansonsten nicht vor, dabei sind wir eigentlich immer zu spät unterwegs, mindestens aber knapp, eben gerade so eben. Heute nur ist es ein wenig anders, der andere hat schon angerufen. Die Ladung stehe jetzt zur Abholung bereit. Da muss tatsächlich auch die sonst so heilige Laid-back-attitude mal über die Klinge springen.

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Düsseldorf International

Die Dinge beim Namen nennen, das ist immer noch sexy.
Sonntag früh im deutschen Herbst, zu früh für das System, das vermeintlich nie schläft.
Vor mir liegen 24 Stunden in der globalisierten Flughafenwelt, die heute ja niemand mehr haben will, sagen wenigstens die Rechtspopulisten, an allen Fronten auf dem Vormarsch.
Ich selbst, mein neues Selbst, gleitet beinahe lautlos durch diese Welt aus Glas und Stahl.
I used to be different but I am now the boy who can enjoy invisibility.

Das hängt mit den ganzen Schwierigkeiten zusammen oder wie man ihnen regelmäßig begegnet. Resilience nennt man das, Standhaftigkeit ohne Halsstarre, biegsame Widerstandskraft, lockere Schultern bei festem Stand.
Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen, das hört sich nun an wie aus dem Managerhandbuch für Samurai. Vorsichtig, but not too worried, das ist schon besser und mir total egal, wie es sich anhört.
Der Kern des Problems ist die Lösung. Bei genauerem Hinschauen. Es entwickelt sich mit ein bisschen Hardcore Engelsgeduld bald zum Sport, irgendwie so halt.
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#SHITCOLOGNE – Das letzte Mal.

Bevor die Welt endgültig, endlich untergeht ist noch ein letztes Mal #SHITCOLOGNE.
Wieder im Kunstraum Tiefgarage am Kölner Ebertplatz, dem wohl fortschrittlichsten und realsten Platz in dieser unwirklichen Republik.
Wieder als literarisches Langzeitexperiment, 62 Stunden konzentriertes Vergessen, persönlich und vertraulich.
Wieder mit freien Radikalen, progressiven Pennern und im Zeichen der Russisch-Amerikanischen-Freundschaft. Freitag, 11. März 20:00 Uhr bis Montag, 14. März 12:00 Uhr, High Nun.
Shicologne16

 

Wissen wollen, wie es wirklich ist.

Der Schriftsteller Johannes Thies geht in seinen Werken 1-2 Schritte zurück, um vorne dran zu bleiben.
Die Jetztzeitigkeit schonungslos beschreibend, weil er wissen will wie es wirklich ist.
„Loslassen und liebend bleiben.“ Texte, die erklären.

Er versteht sich nicht, als Teil des Non-Verteilers, einem Think Tank der digitalen Demenz oder einer Galerie für Hirnkultur.

(Bobbi Fleisch, Hamburg)

Public Enemy No. 1

Bildschirmfoto 2015-01-09 um 08.13.24Alles, was hierzu gesagt werden könnte, steht bereits in damals erschienenen Büchern. So man sie denn richtig versteht. Ich bin nicht ganz und gar unglücklich über den Terroranschlag auf Paris, welche nächtlichen Schreckensstunden er nun auch heraufbeschwören mag. Apokalyptische Tage wie diese wecken mich auch in anderer Hinsicht auf.
Als der erste Sturm über das Haus hinwegzog, wurde auch ich über Stunden hinweg in den bläulich schimmernden Bann des neuzeitlichen Terrors hineingezogen. Dabei erfuhr ich erst gut 24 Stunden nach der Exekution der Charlie Hebdo Redaktion von der Geschichte, indirekt, über seltsam anmutenden Kommentare, Analysen und Meta-Information. Erst daraufhin klickte ich mich in die Welt der Oberflächennachricht und Live-Ticker, aus der ich für den Rest des Tages nur unter größter Anstrengung wieder herausfand.

Es gibt unendlich viel zu sagen, über diesen Akt, seine Hintergründe und inneren Zusammenhänge, seine unmittelbaren und weitreichenden Auswirkungen. (Nur in den Kommentaren unter dem hauptsächlichen Video auf Youtube tauchen die Verschwörungstheoretiker auf, die an dieser Stelle kaum fehlen dürfen.)
Genau diese Tatsache macht den Terror metamodern so wertvoll, dass es nämlich so unendlich viel darüber zu sagen und zu schreiben gibt, Twitter und Instagram explodieren am Tag nach der Tat, der Hashtag läuft um die Welt während Parteien aller Lager Positionspapiere verabschieden.
Der Meute scheint der Fraß zu schmecken.

Die Metamoderne liebt den Terror, so will es zumindest meinem isolierten Hirn erscheinen. Er geilt sie auf, kitzelt ihre Phantasie, füllt sie mit Aufregung und plötzlicher Bedeutung. 88.000 Polizisten jagen zwei vermeintlich eiskaltblütige Killer, Millionen von Usern jagen Information, Konfusion, Hysterie. Willkommen zur totalen Show, schreibt der alte Fuchs.
Schon jetzt wird der Überfall auf die satirische Redaktion als ein französischer 11. September tituliert, die Geschichtsschreibung in die Zeit vor und nach dem 7. Januar unterschieden. Und wo warst Du, als Du von Charlie Hebdo gehört hast? Zum ersten mal in Deinem Leben, wenn ich mich nicht irre.
If you can’t bring good news, don’t bring any, singt Bob Dylan. Und wie hätten die Zeichner von Charlie Hebdo die ganze Sache wohl karrikiert, frage ich mich bald. Darf man denn Witze darüber machen, sollte man nicht sogar?! Die deutsche Bundeskanzlerin sichert spontan allen Glaubensrichtungen ihren Schutz zu, sogar denen, die an nichts mehr glauben.

Vom 11. September, so viel wird man sagen dürfen, weiß man nur, dass man die ganze Geschichte niemals wirklich wissen wird. (Auch dort wurden im übrigen recht zügig Ausweispapiere der Attentäter in den Trümmern aufgefunden.) Sollte es sich mit dem 7. Januar und dem Angriff auf die freie Meinungsäußerung dann ähnlich verhalten?
Eines kann man, zusammen mit allem anderen Gesagten, auf jeden Fall jetzt schon sagen: aus terroristischer Perspektive war der Akt von Paris ein wahres Meisterwerk. Präziser hätte man das Öl nicht ins Feuer injizieren, effektiver den Flächenbrand der Hysterie kaum entfachen können.
Der 11. September erscheint in seiner übertriebenen Zerstörungswut und seinen Tausenden von Kollateralopfern fast stümperhaft dagegen.
Ich habe nicht vor, in die Welt der Verschwörung abzutauchen, doch die einzige, weil beste Antwort auf den Terror (der jetzt übrigens erst beginnt) ist wohl immer noch der eiskaltblütige Kopf des Killers. Am meisten Angst habe ich nämlich meistens vor der Angst.

Die Chimäre der Information, don’t believe the hype, nothing is real, it’s a sequel.
Ein Vorteil der lächerlich schnellen Metamoderne ist die Möglichkeit, sich ebenso schnell von ihr zu trennen. Bliev ruhig un mach voran, wie der Kölner weiß.

(Dass ich mich am Ende dieser Nacht doch wirklich noch zu der Sache habe äußern müssen. Dabei besteht die höchste Kunst doch seit Urzeiten schon darin, eben nicht einzugreifen, metamodern die Fresse zu halten.)

Weltméta 2non14

Bildschirmfoto 2014-07-15 um 18.45.30Es ist nun weiß Gott genug geschrieben worden zu dieser Weltmétaschaft und am Ende des Texts sind wir noch lange nicht. Daher hatte ich bis heute morgen keine Absicht, diese Kakophonie ausgerechnet noch um meine Meinung verstärken zu müssen.
Bis mich ein Memo aus dem entfernten Kabul erreichte, „wo die auch schauen“, und sich ausdrücklich nach meinen, „wahrscheinlich hipsteresk ambivalenten Gedanken“ erkundigte. Nun denn, mit Ambivalenz kann ich noch immer dienen.
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the temporary 3-minute-life or lost and found

IMG_2527so etwas wie eine Re-Vision von Information – Buch Eins.  Von Falko Lehmann aus Berlin (Rimmberg)

Was ist geblieben? Ich weiß es nicht. Zuerst zwei Zahlen: 99 und 1; dann ein Gefühl, eine Mischung aus Eifersucht, Anmerkung und Dankbarkeit und zu guter letzt etwas für das es keine Worte gibt; eine Art Leere. Um meine Gedanken zu verstehen, ist es, so glaube ich, unabdingbar, zu verstehen wer ich jetzt bin. Weiterlesen →